Jul 2 2010

Thriller 22

Nun ja, eigentlich war ich ja sehr zufrieden mit dem F-Gravity… Dummerweise habe ich aber vor einem Monat den Thriller20 von U-Turn getestet. Was geschah nach dem Test? Ich fliege nun den 22er Thriller… Warum und was ich von diesem Schirm halte möchte ich hier kurz erläutern…

Meine Vorbelastung mit Freestylern ist folgende:

1 Jahr Octane FLX (250 Flüge)

9 Monate mit F-Gravity (180 Flüge )

wenige Flüge mit anderen Freestylern (Nikita2 19m^2, Rolling, Instinct XS)

Startgewicht: 110kg.

Thriller20:

Ich hab den Thriller20 in 6 Flügen testen können. Fazit: Erstaunlich guter Mix aus Dynamik und Sicherheit. Heli’s sind sehr einfach zu fliegen. Das Vorschiessverhalten ist ähnlich wie beim 22er F-Gravity. Lediglich bei der Dynamik geht dieser Schirm brutal ab. Bei den Asy-Sats hat’s mir fast den Kopf abgerissen… Das Handling des Schirms ist sehr präzise. Er reagiert bei den Abrissmanövern sowie bei den dynamischen Manöver nahezu verzügerungsfrei auf sämtliche Steuerinputs. Ich hab mich während allen Manövern sehr wohl gefühlt. Beim Stall merkt man die geringe Dämpfung des Schirmes sehr gut, selbst beim Abkippen nach hinten muss man ihn sauber führen. Thermikfliegen konnte ich leider nicht mit dem 20er.

Bild: 22er beim Start

Thriller22:

Ich hab mich schlussendlich für den 22er Thriller entschieden. Warum? Weil dieser Schirm für mich bei weitem genug Dampf hat und bei den Abrissmanövern deutlich einfacher zu fliegen ist. Ausser beim Heli hab ich an die 30 Versuche gebraucht, bis er mir sauber gelang. Der Trick dabei ist dasss man die vorwärtsfliegende Seite nicht ganz frei geben darf (Siehe Video weiter unten). Warum das so ist weiss ich noch nicht, aber der Heli funktioniert so einwandfrei und sehr gut beherrschbar. Der Heli ist im Vergleich zum 20er nicht schwieriger, einfach anders. Zum Thermikfliegen ist der Schirm ein Traum. Die Leistung ist zwar nicht überragend im Vergleich zu einem Streckenschirm, aber dank dem sehr präzisen verzögerungsfreien Handling ist das Zentrieren genial! Ich konnte im Tessin und an der Brändlen gut mit den grossen Schirmen mithalten. Die ersten Rhytmic-Sat versuche gingen erstaunlich gut. Der Schirm klappt fast nie ein, wird vermutlich an den Stäbchen an der Eintrittskante liegen…

Meiner Meinung nach ist der 22er Thriller bestens als Freestyler geeignet. Ich finde ihn von der Beherrschbarkeit her sicherer als den F-Gravity. Wie er so ist wenn er einem mal um die Ohren fliegt kann ich noch nicht beurteilen, wird sich aber demnächst sicher zeigen :-)

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Ich bin wieder verliebt… ;-):

Video:


Jan 21 2010

Rolling von RRAcrowings

Habe im Netz ein Video vom neuen Intermediate-Schirm des  Grossmeister’s gefunden:

Scheint gut zu fliegen der Flügel. Ob man mit dem auch SAT to Heli ohne Wickeln (und Krafttraining) fliegen kann? Tailslide & Heli geht anscheinend super, Raul schaut fast nie zum Schirm, sondern lieber in der Gegend rum…

ps: Weiss jemand ob und wann RRacrowings neue Schirme rausbringt?

Posted by Sternzerstoerer


Nov 17 2009

F-Gravity, my new love

Brändlen, 14.10.2009

Seit einem Monat fliege ich nun meine neue Liebe, einen F-Gravity 22 von Niviuk.

Foto: Stall über Wolfenschiessen, Fotograf: Silvan Kamber (Merci für die Foto’s!)

Vor etwas mehr als einem Jahr (Link) bin ich zum ersten Mal F-Gravity geflogen, dort war er mir noch zu anspruchsvoll. Vor einem Monat durfte ich Robin’s F-Gravity fliegen und hab ihm den Schirm nicht mehr zurückgegeben ;-) Deutlich mehr Dampf als der Octane, härtere Kappe (keine einfallenden Ohren mehr), kürzere Steuerwege, dafür etwas anspruchsvoller um Heli zu fliegen. Der Octane war die absolut richtige Entscheidung vor einem Jahr. Nun ist es aber Zeit für etwas spassigeres ;-)


Feb 5 2009

Frisch aus der Fabrik

Nun endlich fertig, und auch die letzte Stammleine der Bremse noch an den Bremsgriff geknüpft, habe ich schon ganz wunde Finger bekommen. Eine wahrliche Sissifusarbeit!

In den letzten zwei Tagen war ich nämlich beim High-Adventure und ersetzte die alten Leinen an meinem roten APCO Twister 18.

Nur so nebenbei, das sind 77 Gallerieleinen, 37 Mitteleinen und 14 Stammleinen! Insgesamt: 128 Leinen, also einen ganzen Leinensatz.

Die alten Leinen wurden zuerst vom Schirm getrennt und die Überreste aus den Leinenloops gefischt. Dann fing ich mit den Gallerieleinen an und arbeitete mich Ebene für Ebene durch. Anhand des Leinenplanes konnte ich so die neuen, angeschriebenen Leinen mit der richtigen Länge einsetzen. Dann wurden die Mittelleinen mit den Stabiloleinen verbunden und diese mit den Stammleinen, die dann an den Leinenschlösser am Tragegurt befestigt wurden. Dabei musste ich noch acht geben, dass sich die einzelnen Ebenen nicht kreuzten. Nun bin ich fertig und habe einen neuen Schirm zum fliegen! Nimmt mich ja wunder, wie das Sackflugverhalten nun ausschaut…

Ausserdem habe ich für Madeira meinen Beamer packen lassen und einen Beschleuniger am Gurtzeug montiert.

Auf jedenfall hoffe ich auf besseres Wetter um mich an der Brändlen zu entgeilen oder auch aufzugeilen, weil ich nämlich ziemlich Fluggeil bin!!!


Oct 1 2008

My new Glider - “Feiäli”

Am Letzten Wochenende gab es für mich viel zu tun. Wie Marco und Claude schon in den letzten zwei Beiträgen geschrieben haben, waren wir auf dem Titlis und ich musste wie Claude eine verlorene Wette einlösen.

Doch fangen wir von vorne an:

Es ist Donnerstag den 25. September. Ich komme von der Arbeit nach hause und finde in meinem Zimmer ein Päckli von der Post auf. Hmm, was das wohl sein könnte?

Natürlich wusste ich schon, was in diesem Päckli drin war. Einen nigelnagelneuen APCO Twister. Und nun ist auch dieses “grosse” Geheimnis gelüftet, für alle, dies noch nicht wissen, ich fliege ab sofort Twister, denn Harry ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und hat nun bis zum Dünensoaren seinen Ruheschlaf.

In diesem Sinne möchte ich nun alle bitten, für Harry eine Schweigeminute einzulegen und wir verabschieden uns von Ihm….

( In gedenken an Harry…)

Hier ist genug platz für die Schweigeminute……………….

………………………………….

Nun, die Vorfreude hat sich gelohnt und meine Bedürfnisse an Dynamik und Agilität sind mit dem Twister vollständig ausgedeckt. Nicht zu wenig Schub und in Extremsituationen gut beherrschbar. Der Twister ist einfach ein Traum. Genau das, was ich mir schon lange gewünscht habe.

Fünf Zentimeter und der Schirm geht wie ein Brett butterweich und steil in den SAT. Auch bei der Ausleitung keine Anzeichen von eingeklappten Örchen oder sonstiges gschmäus ;)

Vorallem: Ummantelte Leinen und Bremsgriffe wie beim Aspen, die sich weich der Hand perfekt anpassen.

Speziell ist das Polyester beschichtete Tuch, das sich wie eine Niveacreme anfühlt. Ich habe mich darüber auch informiert und musste noch einen Vorteil am Twister feststellen:

Das Tuch wir bei fast allen neuen Acroschirmen eingesetzt und hat eine sehr geringe Porosität. Auch nach vielen Acroflügen wird das Tuch kaum Porös. Ist jedoch ein wenig schwerer, deshalb fast unzerstörbar und spielt bei einer Acrotüte eh keine Rolle.

Ausserdem sind alle Leinenloops im Innern mit einem zusätzlichen Band verstärkt und an der Eintrittskante sogar auf zwei Ebenen durchgehend verstärkt.

Insgesamt hat der Schirm erst 50 Flüge auf dem Buckel und ist zwei Monate Alt. Also Neuwertig.

Und auch an Design fehlt es nicht. Während den Flügen sieht mich ein stetig wachendes Auge über mich herab. Sieht einfach geil aus.

( Habe leider noch kein Bild von mir mit dem Twister. )

Meine Wette konnte ich erst an der Brändlen an diesem Tag nach dem wir auf dem Titlis flogen einlösen. Marco Wettete mit Pascal um ein Bier, wenn ich mit dem Notschirm herunterkam.

Ich hoffe, er Wettet noch einige male, somit hat Pascal sicherlich Bier fürs ganze nächste Jahr von Marco bezahlt ;)

Auf jedenfall flog ich raus, Claude war vor mir gestartet und beobachtete mich. Ich wickelte einmal und zog dann den Twister in einen steilen SAT über. Lauter ” Stärnli” erschienen vor meinen Augen. Eine Zeit lang musste ich mein Blut wieder in den Kopf pulsieren, weil die Belastungen ziemlich hoch waren. Dann noch ein weinig weiter ziehen…. und… schwuups,

schon war ich in einem Tailslideähnlichen Helikopter gelandet, der über 6-7 Umdrehungen anhielt. Der Twister reagiert auf kleinste veränderungen des Gweichts im Gurtzeug und auf den Bremsen. Im ersten Moment liess ichs einfach mal drehen und versuchte dann, die Rotation irgendwie zu zentrieren. Das komische daran war, dass ich sozusagen die äussere Bremse ganz frei gab, ich konnte sie wenn ich gewollt hätte sogar loslassen und einen One-Hand-Helico fliegen. Einen kurzen Moment lang stand das Tuch vollständig geöffnet über mir und fing an, noch schneller im Helikopter zu drehen. Das wurde mir dann doch zu viel und ich leitete den Helico über einen unschönen Fullstall aus. Ging doch ganz einfach :) Und beim nächsten Flug gerade nochmals…

Dieses Wochenende hat mir sehr viel Spass gemacht, ich hoffe, es hat auch allen andern gefallen, wenns manchmal halt auch nicht so lief, wie man es erwartete…

Ganz herzlich möchte ich Claude gratulieren, für sein erstes Tumbling: ” Du bisch eifach e geile Siech! ;)”

Werde mich in nächster Zeit bei Gelegenheit auch mal darum kümmern…

Na dann, hoffe, wir können am kommenden Wochenende wieder in die Lüfte? Wo solls denn hingehen?

Andermatt? Fiesch…?