Mar 9 2009

One Turn Infinity

Sonntag, 08.März 2009

Heute hatte ich erhebliche Mühe, aus den Federn zu kommen. Reto, Marco, Pasci, Andrin, Beno, Urs und Silvan hatten alle schon einen bis drei Flüge gemacht, als ich erst um 12Uhr auf die Brändlen kam. Ausserdem war wiedermal Hochbetrieb, da die Flugschule Emmetten und damit auch Brigitte am fliegen war.

Das Wetter war ziemlich stabil und die ersten Frühlingsanzeichen machten sich auch schon bemerkbar. Es war ziemlich mild, hatte guten Startwind und stärkeren Talwind als sonst und es trug auch ein bisschen über den Felsen an der Brändlen.

Heute hatte ich mir kein besonderes Ziel vorgenommen. Einfach ein wenig fliegen und den Tag geniessen.

Im ersten Flug versuchte ich, einen Helico. Naja, der Schirm drehte zwar, jedoch hatte ich stärkere Oszillationen und musste über einen Fullstall ausleiten.

Beim zweiten Flug klappte dann gar nichts mehr ausser der Schirm, der einfach nicht drehen wollte. Als er dann endlich nach dem zweiten Versuch drehte, nahm die Rückwährzfliegende Seite auch schon Vorwärtsfahrt auf und es Twistete mich ein halbes mal mit einem 50%tigen Einklapper. Und auch beim dritten Versuch wollte der Twisti einfach nicht drehen. Liegt es warscheinlich am stärkeren Talwind und den Turbulenzen über der Talmitte?

Keine Ahnung, auf jedenfall wollte ich keinen Notschirmabgang vor Madeira riskieren und flog dan halt eher dynamische Manöver, wo es mit dem Wind nicht so eine Rolle spielte.

Somit flog ich beim dritten Flug wiedermal einen Rythmic SAT. In Fiesch übte ich dieses Manöver schon bei jedem Flug und die Vorteile am Twister bezahlen sich bei diesem Manöver in Sache Klappstabilität besonders gut aus. Es macht richtig Spass, vom normalen SAT, über gleichmässiges ziehen der Innenbremse den Schirm immer höher aufzuschaukeln.

Profis nutzen dieses Manöver, um dann in ein Infinity Tumbling überzugehen.

Ich merkte schon bald, das ich gerade nach der Einleitung des SAT`s am meisten Drehgeschwindigkeit und Schub habe, um mit den rythmischen Impulsen anzufangen. Mit dieser Technik kommt man so auch viel höher über den Schirm.

Dann spielt es noch eine Rolle, wie viel man die Bremse zieht. Jedesmal, wenn der Schirm abtaucht und sich leicht hinter mir befindet, ziehe ich ihn wieder stark in den SAT und lasse sofort wieder los, wobei der Schirm wieder schiesst  und man besonders die dynamik zu spühren bekommt. Je agressiver dieser Bremsimpuls ist, desto höher fliegt man über den Schirm. In der letzten Drehung fehlten noch ca. 15% laut Angabe von Andrin, der das ganze aus der Luft beobachtete, und ich währe gerade über den Schirm geflogen. Als Pilot hatte ich dies auch gespührt, weil sich der Schirm wie bei einem Infinity unter mir wie bei einer Handorgel zusammengezogen hat, bevor er wieder hinter mir war und Fahrt aufnahm. Die Ausleitung war kein Problem und ich konnte die Drehung mühelos stoppen.

POAHH!! das war ja ein voll cooles Feeling. So hoch war ich bislang noch nicht gekommen.

Also hoch auf den Berg und gerade nochmals…

Hmmm, so ein Mist, am Südstartplatz hatte es starken Abwind und nun mussten wir den langen Weg zum Nordstartplatz in Angriff nehmen. Dort oben angekommen, hatte es jedoch wieder guten Aufwind von der Seite. Aber das sind wir uns ja gewohnt.

Ich startete gerade nach Marco, der mir in der Luft zeigte, was er auf dem Kasten hatte. Superschöner DynamicFullstall :)

War gerade obendran und konnte die Szene perfekt mitverfolgen.

Gut, nun war es an der Zeit, einen weiteren Rythmic-Versuch zu starten. Also: SAT einleiten, Bremse sofort wieder loslassen und gerade danach wieder anziehen. Warten, bis der Schirm unter mir durch geht und dann wieder volle Kanne anziehen. Etwa nach dem dritten, vierten Turn geschah es dann. Der Schirm schoss schon fast gerade unter mir durch, wobei er sich wieder so zusammenzog. Ohne zu überlegen Gab ich noch einen Bremsimpuls.

Der Schirm nahm wieder Fahrt auf und schoss Pfeilgerade unter mir durch. Nach sehr hohen Belastungen verspürte ich plötzlich eine gewisse Schwerelosigkeit. Der Twister unter mir zog sich wieder zusammen, doch dieses mal viel mehr als sonst. Eine Sekunde lang hielt dieses Merkwürdige Gefühl an als würde ich wörtlich über das Tuch fliegen. Hinter dem Twister war eine Gründe Wiese und ausgelegte Schirme zu erkennen. Und in dem Moment wusste ich, das ich mich in einem Infinity befand. Doch so cool dieses Gefühl auch sein mag, leitete ich die Drehung aus und riskierte nicht noch einen Turn. Ich bin mir sicher, das noch eine Drehung Problemlos gegangen währe und dann vielleicht noch eine und noch eine, aber nicht über hartem Grund an der Brändlen.

Mir wurde klar, das ich meine erste Umdrehung in einem Infinity Tumbling geflogen bin. Fast nicht zu glauben für diese Schirmgrösse und mein Gewicht, aber während dem Manöver hatte ich nie das Gefühl, etwas unüberlegtes zu tun und auch die Ausleitung war sauber und Problemlos verlaufen. Vielleicht liegt es auch am Schirm, das dieses Manöver so mühelos funktioniert. Aber ich möchte auch keinesfalls ein allzugrosses Risiko eingehen. Aber Geil war es auf jedenfall :)  :)

Wenn ich das ganze über Wasser Trainieren kann, werde ich es versuchen und den Schirm an diesem Punkt einfach gehenlassen und hoffen, das es funktioniert.

Die Vorstellung, das ich das InfinityTumbling vor dem Helikopter fliegen kann, ist jedoch äusserst strub! ;)

Und ich denke auch, das es mich irgendeinmal so richtig “verbääsen” wird, wobei ich in dem Moment lieber über Wasser fliegen möchte als an der Brändlen.

Cool finde ich am ganzen, das es auch mit meinem Leichtgewicht wie mir bei einer Fläche von 18qm2 ohne grössere Probleme geht. Aber trotzdem werde ich weiterhin fleissig am Helikopter üben…

Nach fünf Flügen und einer Synchrosession mit Urs ging ich dann mit einem ganz “kleinen” Smile  zufrieden und glücklich nach Hause und erzählte Simone von den Geschehnissen, die mich angekuckt hatte und sagte: “Das channi dr abr nid würklech glaube” :)

Auf jedenfall bis auf weiteres, es war wiedermal ein hammer Tag…


Mar 3 2009

Helilili

Ha zum glück grad gfilmt! suscht heists de 14 umdrehige und nid 13 ;-)

Qualität und Ton cha mer sicher steigere. Aber ebe…

http://www.vimeo.com/3442515


Feb 19 2009

Es dreht und dreht und dreht….

Brändlen, 19.2.2009

Heute war wieder einer dieser Tage: Seit 2 Wochen kam ich nicht in die Luft, Meterweise Schnee in den Bergen und das Wetter am Wochenende lässt wiedermal zu wünschen übrig. Da gibt es nur eine Lösung um einem massiven Entzug von Adrenalin vorzubeugen: Ein paar Mittagsflüge. So traf ich Yves am Mittag an der Brändlen. Er hat heute seinen roten Twister nach dem neu beleinen eingeflogen. Es scheint als ob er es richtig gemacht hat, er ist heil runtergekommen ;-)

Danach ging’s rauf auf die Brändlen: ca. 1 Meter Pulverschnee. Es war ein Kampf um hochzukommen! Zum Glück hatte Yves für seinen ersten Flug schon vorgespurt. Oben angekommen sind wir dann bei schönem Aufwind gestartet. Als ich über dem Landeplatz angekommen bin probierte ich einen Heli. Leider war die Einleitung nicht so schön. Ich hab den Heli dann einfach drehen lassen um zu schauen was passiert… Resultat: 60% Klapper inkl. Verhänger. Nach dem wegstallen des Verhängers zweiter Versuch. Diesmal hat’s geklappt, aber leider nicht schön zentriert. Der Heli hat ziemlich oszilliert und ich musste nach ein paar Umdrehungen ausleiten. Nach der Landung beim Bähndli ging’s rauf zum zweiten Flug.

Diesmal ist Yves zuerst gestartet, damit ich seinen Start auf Video aufnehmen konnte. Mein Start war etwas Speziell: Da ich den Schirm unterlaufen musste war ich nach 5 Schritten bereits nicht mehr auf der vorgespurten Bahn und befand mich im Tiefschnee. Hab mich dann nach vorne gehechtet und einen klassischen Bauch-Schlittelstart hingelegt… Über dem Landeplatz angekommen wieder Heliversuch. Diesmal hat’s perfekt geklappt. Ich war in einem sauberen, perfekt zentrierten Heli! Der Schirm war schön gespannt, nichts hat geraschelt und der Brustgurt vom Gurtzeug hat sich ordendlich gespannt! Nur das Pfeifen des Windes war zu hören, ansonsten eisige Stille! Geil, so ein schöner Heli war mir letztes mal in Fiesch gelungen. Nach ca. 10 Umdrehungen hab ich mal nach unten geschaut um die Höhe zu checken. Dabei ist mir aber ziemlich übel geworden. So schaute ich den Schirm wieder an. Nach vielen Umdrehungen ging so langsam die Höhe aus und ich musste ausleiten. So geil, die ganze Höhe der Brändlen mit einem einzigen Heli verbraucht. Das macht Spass!

Der Octane ist glaub wirklich ein guter Flügel um den Heli zu üben. Ich hab mich während des Heli’s einfach an den Tragegurten festgehalten und den Heli genossen. Ich musste kein einziges Mal eingreifen um den Schirm zu stabilisieren. So ging ich voll motiviert nach 2 Flügen mit einem riesen Smile im Gesicht wieder zur Arbeit. Dieses Erfolgserlebnis gibt genug Energie um das bevorstehende Schlechtwetter-Wochenende zu überstehen…


Jun 21 2008

Mein erster Gegendreher

Ich wollte ja schon immer einen Gegendreher fliegen - unter anderem war das auch der Grund, das Acrotraining zu besuchen. Damals noch mit dem Mischtstrahl. Ich weiss noch genau, wie ich in der asymetrischen Spirale war… Es fehlte nur der Mut, auf die andere Seite zu liegen.

Doch mit dem Aspen sieht es wieder anders aus. Da kann ich mir ruhig Zeit lassen und überlegen, auf welche Seite ich den nächsten Wingover machen will. Es geht immer oben drüber. :)
Ich nahm mir vor, einfach mal zu Wingovern. Dann aber zwei Wingover nach Rechts, und dann wieder einen nach Links. Links Rechts Rechts, Links Rechts Rechts, Links Rechts Rechts… Walzer tanzen sozusagen.

Also fing ich an wie gewohnt: Zuerst Rechts ziehen, um Schwung zu holen. Dann Links. Jetzt habe ich Rechts schon mehr Dynamik! Also noch einer Rechts! Ui - ich bin ja in der Asymetrischen… Vom Gefühl her. Aber eigentlich sind’s ja immer noch Wingover - und was kann da schon schiefgehen? Also jetzt Links ziehen - und WWUUUUMMMMMM! Hui…

Das war’s also - geht das wirklich so einfach? Ich versuch’s jetzt mal aus einer asymetrischen Spirale. Fetz-fetz-fetz - und links - schwupp! Geht ja butterweich… Hmm.. Könnte jetzt gleich Rechts noch einen dranhängen… Einen Gegendreher aus einem Gegendreher auf die andere Seite. Und bevor ich überhaupt realisieren konnte, dass ich plötzlich ein wenig übermütig bin, war es schon vorbei!

Mein Kätzchen… Egal wie man es durch die Luft schleudert, es landet immer auf den Füssen! :)

Tipp für alle Gegendreher-ausprobieren-wollen-Piloten: Macht es wie ich mit der Walzer-Methode. Wingover Links, Rechts, nochmal Rechts und wieder Links. Mein Kopf wollte es einfach nicht wahrhaben, dass man aus einer asymetrischen Spirale einfach auf die andere Seite liegen kann. Sehr wohl aber aus einem Wingover. Also einfach inoffiziell eine asy-Spirale aus einem Wingover einleiten und so tun, als wären’s Wingover. :D
Tja, so hackt man sein Gehirn. ;)


May 14 2008

Einen Gegendreher Bitte!

LOOP YOUTUBE-poster Ja es stimmt, in letzter Zeit hatte ich enorme Fortschritte erzielen können. Mit meinem MacHarry SeventySeven bin ich nun flotte Loopings am üben.Mein Nächstes Ziel ist sicherlich die perfektionierung der Asymmetrischen Spirale und ein ziemlich hoher Asymmetrischer SAT. Ausserdem werde ich vermehrt den Sackflug in Angriff nehmen um dann ein wenig zu Helikoptern.Doch in der Zeit liegt die Ruhe und alles nacheinander.
YouTube Direkt  Wie es ausschaut, wird es dieses kommende Wochenende warscheinlich nicht fliegbar sein. Ich hoffe jedoch, wir kommen doch irgendwie zum fliegen, meine Ration an Adrenalinschüben ist nähmlich schon wieder fast auf dem Nullpunkt und mein Blut Schreit nach mehr.Ihr habt es sicher schon gemerkt, dass ich hier schon seit einer Weile nicht mehr so viel Blogge. Das liegt daran, das ich momentan mit meinem Lehrabschluss beschäftigt bin.  Aber ich finde es wirklich schön, dass ihr wenigstens so viele Bloggs schreibt. Ich freue mich jedes mal, wenn es ein neuer Beitrag gegeben hat, diesen zu lesen. Weiter so :)Zum fliegen nehme ich mir aber schon meine Zeit. Ich brauche einfach diesen Ausgleich in der Jetzigen Zeit besonders, um einfach mal abzuschalten und zu Loopen. Oder ein wenig Silverstar zu fliegen. Auch das Beisammensein und erleben miteinander gibt mir jeden Wochenstart an neuer Energie. Schön, dass es euch alle gibt!